Mikroformate als Einstieg ins semantische Web
1. November 2006In der aktuellen Ausgabe der iX – und auch im Internet – findet sich ein sehr aufschlussreicher Artikel über Mikroformate. Darin erklärt Henning Behme anschaulich, wie sich XHTML-Seiten um Semantik ergänzen lassen.
Ich hab’s gleich mal ausprobiert und eine elektronische Visitenkarte in mein Impressum eingebettet. Wie man sieht, sieht man zunächst einmal nichts: Es scheint sich um eine gewöhnliche Webseite zu handeln. Auch der Quelltext der Seite ist valide.
Auf den zweiten Blick mit Hilfe eines geeigneten Clients offenbart sich jedoch der Mehrwert: Die in die Seite eingebetteten Informationen werden sichtbar. Da der Client nicht mehr nur die Informationen, sondern auch ihre Bedeutung auslesen kann, ist es ihm – wie hier in Form eines Links auf eine Karte und die Luftansicht meines Wohnorts – nun möglich, dem Anwender zusätzliche Funktionen zu bieten, die der Autor der Seite nicht extra vorsehen musste.
Auch im Bezug auf Suchmaschinen wäre ein mit Mikroformaten angereichertes Word Wide Web eine tolle Sache, da sich Suchanfragen präziser formulieren und besser einschränken ließen, was zu einer höheren Trefferqualität führen sollte. Hoffen wir, dass sich dieser Ansatz weiter durchsetzen kann.
